Sachstand zum Breitbandausbau im Kreis Gütersloh

Breitbandausbau im Kreis Gütersloh durch den Zweckverband INFOKOM und 8 Mitgliedskommunen

Bundesförderung Breitband

674 Kilometer Glasfaser, 147 Kilometer Tiefbau, acht Kommunen, Millionenförderung durch den Bund (ateneKOM) und das Land: Dies sind die Rahmenbedingungen für den geförderten Breitbandausbau durch den Zweckverband INFOKOM.

Im September 2016 hatten Landrat Sven-Georg Adenauer und Vertreter des Zweckverbands Infokom den vorläufigen Förderbescheid des Bundes entgegengenommen. Die endgültigen Förderbescheide von Bund und Land ergingen dann am 14.06.2018 bzw. 19.09.2018.

Das erklärte Ziel der Bundesförderung: Die weißen Flecken, also solche Regionen ohne Breitbandanschluss, auf der Landkarte sollen verschwinden. Das Bundesförderprogramm wendete sich gezielt an Kommunen und Kreise in unterversorgten Gebieten mit weniger als 30 Mbit/s.
Denn das ist das Besondere an den Fördergeldern von Bund und Land: Da, wo es sich wirtschaftlich rechnet, bestehen wenige Probleme, Anbieter zu finden, die den Ausbau in eigener Regie vornehmen. Schwierig wird es überall dort, wo aufgrund der geringen Zahl der Anschlüsse und der großen Entfernungen - von den Hauptverteilungen zum Hausanschluss - sich der Breitbandausbau wirtschaftlich nicht lohnt.

Insgesamt fließen über 4 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln gezielt in Regionen, in denen sich der Netzausbau für Unternehmen wirtschaftlich nicht rechnet.


Der Zweckverband INFOKOM hatte im Auftrag der acht beteiligten Kommunen den Förderantrag - aufgeteilt in 8 Lose - gestellt.  Die rund 4,6 Millionen Euro Förderung aus Bundesmitteln und die etwa 3,7 Millionen des Landes NRW sind eine so genannte 'Wirtschaftlichkeitslückenförderung'. Dank dieser Fördergelder rechnet sich nun der Ausbau nunmehr für das beauftragte Unternahmen.


50 Prozent der Kosten übernimmt dabei der Bund, 40 Prozent das Land NRW und zehn Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke müssen die Kommunen selbst tragen.

Projektziel ist es, dass 80 Prozent der Anschlüsse in den Außenbereichen der acht Kommunen Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s Datenvolumen erhalten, 100 Prozent bis zu 50 Mbit/s. Damit ist das Minimalziel, in den beteiligten Kommunden flächendeckend eine Versorgung mit Bandbreiten von mindestens 50 Megabit zu erreichen.

Die Telekom als Auftragnehmer des Großauftrags setzt dabei auf einen Technologie-Mix aus Vectoring-Technik und direkter Glasfaserleitung bis zum Haus.
Bei der Vectoring-Technik wird die Glasfaser bis zum Verteiler verlegt. Vom Verteiler aus werden die Haushalte per Kupferkabel angeschlossen.

Das Projekt soll bis zum 31.12.2020 abgeschlossen sein.


Tiefbaumaßnahmen im Breitbandprojekt beginnen

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April 2019

Beim dem offiziellen Spatenstich am Donnerstag, 25. April 2019, gaben die Verantwortlichen von Kreis, Zweckverband INFOKOM, Kommunen, Bund und Land NRW sowie den beteiligten Firmen den Startschuss für den operativen Breitbandausbau im Außenbereich. In Rheda-Wiedenbrück, an der Straßenecke Röckinghausener Straße/Maaßfeld wurde der symbolische erste Spatenstich für das Infrastrukturprojekt gemacht. In Rheda-Wiedenbrück rollen die Bagger zuerst. Dort ist mit rund 5 km Tiefbau die geringste Strecke zu bewältigen. Inzwischen sind auch die Anträge für die Tiefbaumaßnahmen in den Kommunen Versmold, Borgholzhausen und Langeberg gestellt worden. Hier steht also der Baustart unmittelbar bevor. Der Zweckverband INFOKOM wird bei Fragen zu Tiefbaumaßnahmen durch einen externen Bauingenieur unterstützt, der bereits Erfahrungen mit Breiband-Förderprojekten im Kreis Warendorf sammeln konnte und diese in das vorliegende Projekt einbringt. Damit sollen vor allem die beteiligten Kommunen unterstützt und ein korrektes Verfahren sichergestellt werden.


Los 2 (Harsewinkel) verzögert sich

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Juli 2019

Der Ausbau im Los 2 (Harsewinkel) wird sich verzögern, da ein nicht im Förderverfahren abgestimmter eigenwirtschaftlicher Ausbau in Teilen der Kommune die Neuausschreibung und Vergabe des Breitbandausbaus dort erforderlich macht. Die entsprechende Ausschreibung wird in Kürze veröffentlicht. Es ist geplant, das Vergabeverfahren im Jahr 2019 abgeschlossen zu haben.


Start der Tiefbauarbeiten in Borgholzhausen

Borgholzhausen, September 2019

Telekom startet mit Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau

31 Kilometer Tiefbau, 37 Kilometer Glasfaser, 9 neue Netzverteiler (NVT), 37 Multifunktionsgehäuse (MfG), rund 2 Mio. € öffentliche Fördermittel. Das sind die Rahmendaten der nun startenden Aktivitäten, nach deren Abschluss im Herbst 2020 rund 1.000 Haushalte vor allem in den kleineren Siedlungen und den ländlicheren Bereichen der Stadt schnellere Anschlüsse nutzen können.

Bei einem Ortstermin an einer Baustelle der Telekom hat Bürgermeister Dirk Speckmann sich gemeinsam mit Vertretern des koordinierenden Kreis und Zweckverband Gütersloh über die Bauarbeiten informiert. Das Unternehmen sorgt nach dem eigenwirtschaftlichen Ausbau vor einigen Jahren in den Siedlungsbereichen nun im Rahmen des geförderten Ausbaus für zahlreiche weitere schnelle Internet-Anschlüsse in Borgholzhausen.

Nach den oben aufgeführten Baumaßnahmen folgt noch viel Feinarbeit im Hintergrund, bei der die Telekom-Techniker die neuen Leitungen mit dem weltweiten Netz verbinden. Das neue Netz wird dann so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer.

"Die Planungen sind fertig, jetzt wird gebaut. Innerhalb der nächsten Monate werden die Arbeiten abgeschlossen und alle berücksichtigten Gebiete mit bis zu 100 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s im Upload versorgt sein", sagt Gregor Vos, Regio Manager der Deutschen Telekom. "Die Beeinträchtigungen für die Anwohner werden wir so gering wie möglich halten, da wir immer in überschaubaren Bauabschnitten vorangehen."

Rat und Verwaltung der Stadt Borgholzhausen sind froh, dass nach dem komplexen und langwierigen Ausschreibungs- und Förderverfahren nun endlich das Ziel dieses von Bund, Land und Stadt geförderten Breitbandausbaus in Sicht ist. Im Herbst 2020 sollen die neuen Leitungen im Wesentlichen auf Basis der Vectoring-Technologie in Betrieb genommen werden, durch die örtlichen Gegebenheiten und Förderbedingungen werden einige Haushalte aber sogar direkt mit Glasfaser bis ins Haus erschlossen.

Ab dann stehen vielen unserer Bürgerinnen und Bürgern sowie zahlreichen Unternehmen durch entsprechende Bandbreiten schnelle Internetverbindungen zur Verfügung - allerdings erreicht dieser Ausbau noch nicht alle Haushalte. Für die danach noch verbleibenden rund 300 unterversorgten Hausanschlüsse (Bandbreite < 30 Mbit/s) bereitet die Stadtverwaltung derzeit gemeinsam mit weiteren Kommunen unter Federführung des Breitbandkoordinators des Kreises die Bewerbung um ein weiteres Förderverfahren zur Erschließung dieser sehr ländlich gelegenen Anschlüsse vor.


Ausschreibung im LOS 2 (Harsewinkel) schreitet voran

Gütersloh, Oktober 2019

Nach dem Abschluss der ersten Stufe im neuen Vergabeverfahren des Loses 2 (Harsewinkel) geht die Vergabe zügig voran.

Eine Vergabe des Glasfaserausbaus in Harsewinkel im Jahre 2019 ist nach drezeitigem Sachstand realistisch.